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Januar / Februar 1988

Schweller für den Poller Weidenweg

Auf dem Weidenweg sollen nicht nur im Bereich des Campingplatzes, sondern auch im südlichen Abschnitt Tempo-Stopp-Schwellen angelegt werden. Das beschloß die Bezirksvertretung mit neun gegen acht Stimmen, bei einer Enthaltung, sehr zur Erbitterung des Poller CDU-Bezirksvertreters Reucher. Nach seiner Einschätzung ist es sinnlos, Hubbel anzubringen, wo nur geringer Verkehr sei.

Der Poller Ingo Jurek, SPD, dessen Fraktion den Beschluss durchsetzter, hielt dem entgegen, berücksichtigen müsse die Bezirksvertretung auch den aus Richtung Westhoven fließenden Verkehr. Davor müssten die Anlieger geschützt werden. Dieser Ansicht war auch die Verwaltung.

Sie hatte sich bei einer Ortsbesichtigung informiert und vertrat die Auffassung, dass die Situation zwischen der Rodenkirchener Autobahnbrücke und der Gaststätte "Wiesenhaus" ebenso ,,prekär" sei wie vor dem Campingplatz. Auf der knapp drei Meter breiten Fahrbahn könnten Fußgänger und Radfahrer den Autos nicht auf einen Bürgersteig oder Radweg ausweichen; auf der geraden Strecke führen die Autofahrer vielfach zu schnell.

Durch die Schwellen sollen die motorisierten Verkehrsteilnehmer gezwungen werden, sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h zu halten. Darauf dringen nach Angaben der Verwaltung jene Anlieger aus dem südlichen Bereich des Weidenwegs, die nicht an dem Hearing zu diesem Thema teilgenommen hatten. Bei der Bürgeranhörung, so Reucher, habe auch SPD-Fraktionschef Hans-Gerd Ervens die Ansicht vertreten, dass Schwellen vor dem Campingplatz ausreichten. Erbostzeigte sich Reucher auch deshalb, weil die Stadt jetzt unnötig einige tausend Mark zusätzlich ausgeben werde.

Quelle: Gesehen, gehört, erzählt von und Presse / Foto: © Albert Ackermann

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