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Modernes Wohnen in den 70er Jahren.

Alle wollen hoch hinaus.

Luftschlösser im zehnten oder zwanzigsten Stock mit bester Ausstattung und natürlich einer Müllabwurfanlage. Anfang der 70er Jahre entstehen fast gleichzeitig in Köln etwa dreitausend Hochhauswohnungen, schreibt der "Kölner Stadt-Anzeiger" am 30. März 1972. Neben dem wohl bekanntesten Hochhaus in Köln, dem Unicenter, wurden in dieser Zeit das Herkules-Hochhaus in Ehrenfeld, das Concordia-Gebäude am Niederländerufer, der Hochhaus-Komplex am Konrad-Adenauer-Ufer, der Wikingturm am Ebertplatz, die Kreuzau in Poll, das Gerling-Haus Bonner Straße und das Hochhaus an der Belfortstraße errichtet. "Denn Kölns Zukunft, davon scheinen kapitalkräftige Bauherren überzeugt, liegt nun mal in der Luft, hieß es damals in dieser Zeitung. Die Zukunft war aber für die neuen Bewohner nicht günstig: Bis zu 3.000 Mark für einen Quadratmeter Wohnraum waren fällig. Oder bis zu 13 Mark Miete.

Die Kölner Hochhausherren waren davon überzeugt: "Das sind Preise, die auch gezahlt werden." Denn Wohnungen in Hochhäusern seien zwar teuer, "mit modernen Fertigungsmethoden können sie aber preiswerter gebaut werden als das Heim im vierstöckigen Haus".

In Poll entstanden Anfang der 70er Jahre drei dieser modernen Wohnkomplexe. Die Wohnanlage an der Alfred-Schütte-Allee 130-132, die Eigentumswohnungen am Käulchensweg 32 - 38 und die Wohnanlage in der Kreuzaue. Zur Infrastruktur wurden viele Versprechen abgegeben, welche aber nie eingehalten wurden. Die "Kreuzaue" wartget heute immer noch auf die versproche Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs, der KVB!!

Quelle: Gesehen, gehört, erzählt von … / Foto: © Albert Ackermann

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