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Die alte Huppertz-Halle

Am Poller Kirchweg sollen rund 70 Ateliers für Kölner Künstler entstehen.

 Halle "Huppertz" / © k-poll.de

Seit langem steht das Gebäude leer und verlassen. Das benachbarte Stückchen Brachland ist verwildert, dort lassen Hundebesitzer gerne ihre Vierbeiner toben. Doch das soll sich ändern: Einen neuen, klangvollen Namen gibt es bereits, und schon im kommenden Sommer soll das Fabrikgebäude am Poller Kirchweg 76-90 wiederbelebt werden. Zum "Quartier am Hafen" - die Buchstaben "art" lassen auf Kunst schließen, die dort künftig entstehen und gezeigt werden soll - will eine Immobiliengesellschaft die alte Halle umfunktionieren. Dort, in Nachbarschaft zu einem großen Discounter, werden Ateliers gebaut.

"Das ist kein Mäzenatentum, es soll ein Projekt werden, das sich selber trägt", sagt Andreas Schmitz, Gesellschafter der Westwerk Immobilien-GmbH, die sich des alten Fabrikgebäudes annehmen will. Zwar soll die Stadt Köln als  ... alter Seiteneingang / © k-poll.de Mieter ins Boot geholt werden, die die Hälfte der rund 70 Studios und Arbeitsräume an Künstler weitervermittelt. Die andere Hälfte will Westwerk selber vermieten. "Wir wollen auch kunstnahe Berufe, wie zum Beispiel Fotografie, dort ansiedeln", sagt Schmitz, der hofft, die Idee bis Mitte kommenden Jahres umzusetzen. Im Erdgeschoss soll es eine Ausstellungsfläche geben. Für die fernere Zukunft ist eine weitere Halle auf der Brachfläche geplant, in der ebenfalls Ausstellungen gezeigt und andere Veranstaltungen stattfinden werden können.

Rund vier Millionen Euro will Westwerk in das Sanierungsprojekt stecken, das sich langfristig allein durch Mieten und Nebenkosten tragen soll. "Die Außenschale lassen wir stehen und stellen ein weiteres Gebäude hinein", erklärt Schmidt, der mit dem "Freigeber"-Architektenbüro zusammen arbeitet. Gemeinsam wurde zum Beispiel die "Alte Kaffeerösterei" in Köln- Nippes saniert.

Auf rund 7000 Quadratmetern wird es in Poll 70 Ateliers in Größen von 40 bis 145 Quadratmetern geben. Die Räume sind unterschiedlich hoch, einige werden Oberlichter und große Fensterflächen haben. Zwar sei der Netto-Mietpreis von rund vier Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig. "Wir sprechen damit aber eher Künstler an, die sich schon was leisten können, die etwas etablierter sind." Noch sei nicht entschieden, wer einziehen darf. "Es wird gemeinsam mit der Stadt ein Auswahlgremium geben." Interessenten finden weitere Informationen im Internet.

➱   quartieramhafen.de

Dezember 2005

Foto: © A. Ackermann


Auf rund 7000 Quadratmetern des alten Fabrikgebäudes am Poller Kirchweg sollen bis zu 70 Ateliers entstehen.

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