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Gewerbegebiet Poll West

... zwischen dem Poller Kirchweg und der Alfred-Schütte-Allee

Unmittelbar nach Fertigstellung des Rheindammes erfolgte, um die Jahrhundertwende im Bereich der früher als Viehweide genutzten Polier Wiesen der Ausbau des Deutzer Hafens sowie der anschließenden Gewerbegebiete. Mit dem Bau des Industriehafens Deutz wurde zugleich eine Verkehrserschließung notwendig, die die Industriegebiete Deutz, Kalk und Porz miteinander verband.

Die inzwischen nur noch gering frequentierte Hafenbahn beginnt am Deutzer Hafen. führt parallel zur Siegburger Straße und erschließt dabei sämtliche am Hafenbecken, zwischen Polier Kirchweg und Alfred-Schütte-Allee angesiedelten Gewerbegrundstücke. Im Bereich des Poller Marktes überquert sie die Siegburger Straße und schneidet die Trasse der KVB-Linie 7. Ursprünglich teilte sie sich an den Wohnbereichen "Am Rolshover Hof" und "Grüner Anger" in zwei Richtungen. An der Stelle entstand ein Gleisdreieck. Die Verbindung nach Porz besteht als Güterbahn nicht mehr. Die heute noch genutzte Trasse verläuft parallel zur Poll-Vingster Straße zum Güterbahnhof Kalk-Nord. Wesentliche Nutzer sind heute die Mühle sowie ein schrottverarbeitender Betrieb im Deutzer Hafen.

Die Nähe des Deutzer Hafens. aber auch die nach der Eingemeindung stark verbesserten Straßenverhältnisse, ließen Poll für die expandierende Industrie interessant werden. So baute die Firma Schütte im Jahre 1910, als in Ehrenfeld ihre Produktionsstätte zu klein geworden war, ihr Werk an der ehemaligen Rheinallee und heutigen Alfred-Schütte-Allee. Die Firma Munk & Schmitz, ursprünglich als Eisen- und Metallgießerei in Rodenkirchen ansässig. verlegte 1918 ihren Firmensitz an den Polier Kirchweg mit Gleisanschluss an die Hafenbahn und den Industriehafen. Die Eisengroßhandlung der Gebrüder Huppertz verlegte den Betrieb unter anderem wegen des Bahnanschlusses von Kalk an den Poller Kirchweg.

Der Handwerksbetrieb der Gebrüder Hackenbroich expandierte zu einem Profil- und Preßwerk und hatte 1938 ca. 200 Beschäftigte. Neben diesen metallverarbeitenden Betrieben haben kleinere und mittlere Unternehmen unterschiedlicher Branchen am Poller Kirchweg ihren Standort. Insgesamt ist diese Gewerbegebiet ausgelastet und bietet keine weiteren Entwicklungspotentiale mehr. Ab den 70er Jahren wurden verschiedene der oben aufgeführten Firmen geschlossen. Nur die Firma Schütte verfügte über eine Reservefläche, die sich nordwestlich an den firmeneigenen Parkplatz anschließt. Die hieran angrenzende Brachfläche bis zum Bahndamm - im FlächenNutzungs-Plan mit der Ausweisung "Grün" - wird im Hafengesamtkonzept für eine hafenbezogene Nutzung vorgeschlagen. Teile dieser Fläche sind zwar in die Liste der schützenswerten Landschaftsbestandteile aufgenommen. Die Rahmenplanung 1992 schlägt dennoch eine weitgehende gewerbliche Nutzung vor, wobei einer Bürobebauung der Vorzug gegeben werden sollte. Eine hier vorgesehene Trasse zur Verbesserung der Grünanbindung, ursprünglich vom Rheinufer zum Deutzer Friedhof führend, ist nicht mehr durchgehend möglich. da die nördlich angrenzende Fläche am Polier Kirchweg 1988 mit einer Behindertenwerkstatt bebaut wurde. Damit besitzt das heute tatsächlich noch als Grün- und Brachfläche liegende Grundstück zwischen Alfred-Schütte-Allee und Poller Kirchweg keine für die Bewohner des Stadtteils relevante. herstellbare Aufenthalts- bzw. Erholungsfunktion.

Um die Jahrtausendwende wurden die ersten Projekte der zukünftigen Nutzung gestartet. Seit 2010 existiert die Kunst-Halle-Poll. Sie firmiert unter dem Namen "Quartier am Hafen" Seit anfang des Jahrhunders eröffnete der Lebensmitteldiscounter Aldi sein Geschäft am Poller-Kirchweg. Ebenfalls entstanden neue Gewerbebauten in diesem Bereich.

Gewerbegebiet Poll West
... weitere Informationen zum Gewerbegebiet
➱   Gebrüder Huppertz ⋅ Eisengroßhandel
➱   Die alte Huppertz Halle
➱   Bericht zum zukünftiegen Haus der Küstler
➱   Umbau der Huppertz Halle zu einen Künstler Quartier
➱   Quartier für 120 Künstler
➱   Alfred H. Schütte GmbH


Gewerbegebiet ist im Sinne des Städtebaurechts ein besonders ausgewiesenes Gebiet einer Gemeinde, in dem vorwiegend Gewerbebetriebe zulässig sind.

Quelle: Gesehen, gehört, erzählt von … / Foto: © Albert Ackermann

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